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Auf dem Weg zur Integration

Schulen aus Soest und Vichy ziehen bei Förderung von Ausländern an einem Strang


SOEST • Der morgige Donnerstag ist ein wichtiges Datum auf dem gemeinsamen Weg von Deutschen und Franzosen zur Integration von Menschen mit

Migrationshintergrund. Im Rahmen des Comenius-Regio-Projekts werden Teilnehmer aus dem Kreis Soest und der Partnerregion, der Region um Vichy

in Frankreich, ihre bisher erarbeiteten Konzepte in der Aula des Hubertus-Schwartz-Berufskollegs vorstellen.

Anders als bei den Comenius­Projekten, bei denen zwei Schulen einen Austausch betreiben, sind beim Comenius­Regio-Projekt zwei Regionen

beteiligt. Und so arbeitet man mit mehreren Projektpartnern zusammen, denen es wichtig ist, Jugendliche mit Migrationshintergrund in

Gesellschaft und Arbeitswelt Deutschlands sowie Frankreichs besser zu integrieren.

 

SoAnz 2014-10-12

 

Reiner Linpinsel, Galina Nedelcheva und Thomas Busch halten die Europa-Fahne hoch. Foto: Dahm  (Quelle: Soester Anzeiger 10.12.2014)

 

Die Projektpartner im Kreis Soest sind: Kreis Soest (Projektträger), Kommunales Integrationszentrum Kreis Soest, Unternehmensverband

Westfalen Mitte, Agentur für Arbeit Soest-Meschede, Hubertus-Schwartz-Berufskolleg, Christian-Rohlfs­Realschule.

Das Comenius-Regio-Projekt läuft zwei Jahre. „Wir befinden uns jetzt im zweiten Jahr, nächstes Jahr im Frühjahr läuft das Projekt aus", sagt

Thomas Busch, Leiter des Hubertus-Schwartz-Berufskollegs. Die acht Männer und Frauen aus Vichy sind seit Montagabend zum zweiten Mal in Soest

zu Gast. „Die Probleme in Frankreich sind etwas anders als hier in Deutschland, trotzdem ist unsere Zusammenarbeit fruchtbar", sagt Reiner

Linpinsel, Europabeauftragter der Schule. Integration funktioniere durch berufliche Bildung. „Doch wie kommen wir dahin?", so Linpinsel.
Deutschland als Einwandererland müsse sich diesem gesellschaftlichen Wandel stellen, bei der Integration trügen die Schulen eine

herausragende Rolle.

 

Deutsch nicht nur im Deutschunterricht
Im Zuge des schulischen Integrationskonzepts sei besonders wichtig, dem Schüler Schulabschlüsse zu ermöglichen und ihn für das spätere

Berufsleben zu qualifizieren. „Nötig ist auch, Lehrer fortzubilden, damit alle auf dem neuesten Stand sind und wissen, wie sie die Schüler am

besten unterstützen können", so Linpinsel. Dabei spiele die Förderung der deutschen Sprache eine große Rolle. „Deutsch soll nicht nur im

Unterrichtsfach Deutsch gefördert werden, sondern auch in Mathe oder anderen Fächern", sagt Busch.
„Netzwerke sind im Aufbau, zum Beispiel die der Schule und der Wirtschaft, um den Schülern den Weg in die Berufsausbildung zu erleichtern",

sagt Galina Nedelcheva, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Soest. Über 20 Prozent der Menschen im Kreis Soest seien

Menschen mit Migrationshintergrund – am Hubertus-Schwartz-Berufskolleg sind es knapp 30 Prozent. „Das zeigt uns die Notwendigkeit des

gesamten Integrationsprojekts", sagt Linpinsel.

agu   (Quelle: Soester Anzeiger 10.12.2014)

 

 

 

 

 

 

 

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