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Kleine Kiste – große Wirkung

Hubertus-Schwartz-Berufskolleg sammelte 2250 Euro für die Anschaffung von drei ShelterBoxen

Soest. In den letzten Wochen des Schuljahres sammelten unter dem Motto „Hubertus hilft" am Hubertus-Schwartz-Berufskolleg Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer für die Hilfsorganisation „ShelterBox Germany e.V." insgesamt 2250 Euro. Damit können drei ShelterBoxen im Wert von jeweils 750 Euro angeschafft werden, die weltweit in Krisen- und Katastrophengebieten zum Einsatz kommen.

Anlass für die Aktion war das Erdbeben und die humanitäre Katastrophe in Nepal, wo zur Zeit ca. 1500 ShelterBoxen im Einsatz sind. Frau Birgitta Gerke, Ärztin und Lehrerin am Hubertus-Schwartz-Berufskolleg, brachte als Botschafterin der Hilfsorganisation die Idee mit an die Schule. In den Berufsschulpfarrern Klaus Goy und Uwe Rudnick fand sie sofort Unterstützer für die Aktion. Pfarrer Uwe Rudnick versprach gleich zu Beginn „Wir schaffen mit der Hilfe von Schülerinnen und Schülern mindestens eine Box". Umso erfreuter ist Frau Birgitta Gerke, dass es sogar drei Boxen geworden sind. Insgesamt haben sich 30 Klassen an der Aktion beteiligt, alleine beim Abi-Gottesdienst wurden 460 Euro gesammelt. Die Schulleitung des Hubertus-Schwartz-Berufskollegs wird auch in Zukunft die Aktion „Hubertus hilft" unterstützen. Ideen für weitere Aktionen gibt es schon.

 

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Aufgebautes Zelt mit ShelterBox in den Räumen des Hubertus-Schwartz-Berufskollegs

 Eine ShelterBox enthält alles, was eine bis zu zehnköpfige Familie zum Überleben braucht (außer Lebensmittel): ein Mehrpersonenzelt, in dem bis zu 10 Personen (eher aber eine Familie mit 5-8 Personen), Thermodecken und Isomatten, einen Solar- oder Mehrbrennstoff-Ofen, Koch- und Essgeschirr mit Besteck aus Aluminium, einen Wasserfilter, mit dem man bis zu 1000 l Trinkwasser aufbereiten kann, zwei Kanister für Schöpf- und Trinkwasser, Werkzeug-Kit mit Beil, Säge, Schaufel, Hacke, Hammer, Zange, Drahtschere und Seil, ein Schul-Kit mit Tafel, Stiften und Kreide, Lineal und Geodreieck und eine Solarlampe. Je nachdem, wohin eine Box geliefert wird, sind Mützen, Schals und Handschuhe, Isolierzelte oder Moskitonetze zugepackt. Jede 10. Box enthält ein Solar- oder Kurbelradio, damit aktuelle Nachrichten und Warnungen gehört werden können.

 

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Einige an der Aktion beteiligte Schülerinnen und Schüler sowie Frau Birgitta Gerke mit der ShelterBox

 Der Preis pro Box (incl. Lagerung und Transport) liegt zur Zeit bei 750€. Das gesamte Material verbleibt bei den Personen, die eine Box von uns erhalten. Im Schnitt benutzen diejenigen, die eine Box erhalten haben sie 6-8 Monate - Kochgeschirr, Decken und Werkzeuge haben eine weit längere Nutzungszeit.

Spender können den Einsatzort anhand einer Nummer nachverfolgen. In den nächsten Tagen macht sich ein ShelterBox-Response-Team auf nach Tansania. Die politischen Unruhen in Burundi haben 100.000 Menschen dazu gezwungen ihre Heimat zu verlassen und nach Tansania zu flüchten.

 

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Pfarrer Uwe Rudnick übergibt im Beisein einer seiner Klassen symbolisch eine ShelterBox an Frau Birgitta Gerke

Insgesamt wurden seit dem Jahr 2000 insgesamt 135.388 an Hilfsbedürftige übergeben. Aktuell sind in folgenden Ländern die Boxen im Einsatz: Chile (Überschwemmung und Vulkanausbruch, 2015), Nepal (Erdbeben, seit 2015), Niger (Konflikt, seit 2015), Kamerun (Konflikt, seit 2015), Vanuatu (Zyklon, seit 2015), Pakistan (Überschwemmung, seit 2014), Niger (Überschwemmung, seit 2014), Irakisches Kurdistan (bewaffneter Konflikt, seit 2014), Philippinnen (Taifun, seit 2013) und Syrien (Konflikt, seit 2013). Andere Einsätze gelten als abgeschlossen.


 Fotos und Text: RKU

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