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Verwaltungsfachangestellte/n Kommunalverwaltung
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Berufsausbildung am HSBK

Verwaltungsfachangestellte/-r Kommunalverwaltung

 

 

Inhalt

 

Was machen Verwaltungsfachangestellte der Kommunalverwaltung?

Auszubildende zu Verwaltungsfachangestellten der Fachrichtung Kommunalverwaltung werden in Gemeinden, Städten oder beim Kreis ausgebildet. Dort kommen sie insbesondere im Bürger-, Bau-, Ordnungs-, Sozial-, Kultur- und Hauptamt sowie im FachbereichNatur und Umwelt zum Einsatz. Vorgenannte Kommunen sind Körperschaften des öffentlichen Rechts, so genannte "Gebietskörperschaften" und somit "Öffentlicher Dienst".

 

Berufsinhalte/Ausbildungsinhalte

Verwaltungsfachangestellte der Fachrichtung erfüllen in den vorgenannten Verwaltungseinrichtungen Aufgaben, indem Verwaltungsentscheidungen auf der Grundlage des Bundes- und Landesrechts sowie kommunaler Vorschriften vorbereitet und durchgeführt werden. Darüber hinaus bereiten sie Sitzungen kommunaler Beschlussgremien vor und sind Ansprechpartner für Bürger, Unternehmen und sonstige Organisationen.

Zu ihren Aufgaben gehören die Rechtsanwendung in den Bereichen Personal- und Finanzwesen sowie die Erledigung kaufmännischer Obliegenheiten. Sie sind an der Erstellung Haushalts- und Wirtschaftsplänen und der Abrechnung von Abgaben und Gebühren beteiligt. Im  Rahmen  aller Aufgabenerledigungen kommt weitgehend der Computer zum Einsatz.

 

Voraussetzungen

 

Was sollten Bewerber "mitbringen"?

Für die Ausbildung zur/zum Verwaltungsfachangestellten der Fachrichtung "Kommunalverwaltung" wird ein guter Schulabschluss, grundsätzlich der mittlere Schulabschluss vorausgesetzt. Für die  anspruchsvolle Tätigkeit werden gute Deutschkenntnisse und  Interesse an rechtlichen Fragestellungen benötigt. Darüber hinaus erforderlich sind Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit sowie  Flexibilität und Teamgeist.

Mitbringen sollte eine Auszubildende /  ein Auszubildender ebenso die Bereitschaft zum selbstständigen Arbeiten und persönliche Zuverlässigkeit. Auszubildende, welche dementsprechend aufgeschlossen und kooperativ sowohl im Umgang mit Bürgern, Unternehmen und sonstigen Organisationen als auch im Hinblick auf Mitarbeiter und Vorgesetzte sind, haben nach Abschluss ihrer dualen Berufsausbildung zum/zur  Verwaltungsfachangestellten gute Chancen und aussichtsreiche Aufstiegsmöglichkeiten in der öffentlichen Verwaltung.

Mit dem Berufsschulabschluss und der bestandenen Abschlussprüfung als Verwaltungsfachangestellte/r erhalten Absolventen mit bisherigem Zeugnis  "schulischer Teil der Fachhochschulreife" die vollständige Fachhochschulreife zuerkannt.

 

 

Chancen

 

Berufsaussichten

Mit der bestandenen Abschussprüfung zum/zur Verwaltungsfachangestellten und einer Mindestzeit von drei Jahren besteht die Möglichkeit zur Teilnahme am Angestelltenlehrgang II (AII) an der  Verwaltungsakademie (VWA) bzw. am Studieninstitut für kommunale Verwaltung. Mit bestandener Prüfung zum/zur Verwaltungsfachwirt/in ist die Ausübung einer höherwertigen Tätigkeit im Rahmen der Verwaltung möglich.

Darüber hinaus kann auch das Aufstiegsverfahren in der Beamtenlaufbahn des gehobenen Dienstes angestrebt werden, soweit die beamtenrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, nämlich ein Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung mit dem Ziel "Diplom- Verwaltungswirt" oder "Bachelor of Arts" im Studiengang "Public Management".

 

Zusatzqualifikationen

KMK-Zertifizierung

Im Rahmen des erteilten Englischunterrichts in der Berufsschule erhalten die Auszubildenden die Möglichkeit,  ein Zertifikat  nach dem "Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen"  zu erwerben.

 

 

Struktur

 

Berufsschule und Prüfungen

Die Ausbildung zum/zur Verwaltungsfachangestellten wird  bundeseinheitlich durch die Ausbildungsverordnung vom 19.05.1999 (in jeweils gültiger Fassung) geregelt und dauert grundsätzlich drei Jahre. Die Berufsausbildung wird in dualer Form, d.h., parallel und praxisbezogen in den Verwaltungseinrichtungen und der Berufsschule durchgeführt.

Der Berufsschulunterricht findet in der Bezirksfachklasse in Blockform statt, und zwar pro  Ausbildungsstufe durchschnittlich 13 Wochen. In den berufsbezogenen Fächern "Verwaltungsbetriebslehre/Controlling", "Allgemeine Wirtschaftslehre", "Verwaltungsrechtliches Handeln" und "Datenverarbeitung" werden in unterschiedlichen Lernfeldern die für die Berufsausrichtung relevanten Unterrichtsinhalte erarbeitet.

Die berufsübergreifenden Fächer "Deutsch/Kommunikation", "Politik/Gesellschaftslehre", "Religion" sowie "Sport/Gesundheitsförderung"  unterstützen und ergänzen den berufsbezogenen Unterricht. Im zweiten Jahr wird eine Zwischenprüfung am Studieninstitut für  kommunale Verwaltung durchgeführt, welche unbedingte Voraussetzung für die Teilnahme an der Abschlussprüfung ist.

Die Abschlussprüfung wird ebenso vom Studieninstitut für kommunale Verwaltung abgenommen und besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Beide Teile müssen jeweils  mindestens ausreichende Leistungen zum Bestehen der Gesamtprüfung  aufweisen.

Die dreijährige Ausbildung wird mit einer kontinuierlichen Unterweisung durch das Studieninstitut für kommunale Verwaltung zur Vertiefung des Lernstoffes begleitet und endet grundsätzlich mit der bestandenen Abschlussprüfung. Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Ausbildungsverkürzung erfolgen.

 

Erfahrungsbericht

 

Kerstin Schramm, Ense (Auszubildende des Kreises Soest von 1998 bis 2001)

Die Klasse des Ausbildungsberufs "Verwaltungsfachangestellte/r - Kommunalverwaltung" am Hubertus-Schwartz-Berufskolleg in Soest setzt sich zusammen aus Auszubildenden der Kreise Soest, Unna, Städte Fröndenberg, Geseke, Lippstadt, Rüthen, Warstein, Werl, Werne, Hamm, Gemeinden Anröchte, Bad Sassendorf, Bönen, Ense, Holzwickede, Lippetal, Möhnesee sowie Einrichtungen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (Kliniken), der katholischen und evangelischen Kirchenkreise sowie der Standortverwaltung der Bundeswehr.

Voraussetzung für diesen Beruf ist die Fachoberschulreife. Das Einstellungsverfahren besteht meistens aus einem schriftlichen Test und einem Vorstellungsgespräch und/oder einer Vorstellungsrunde.

Der Unterricht am Hubertus-Schwartz-Berufskolleg in Soest erfolgt in Blockform, so dass man in jedem Ausbildungsjahr ca. 13 bis 14 Wochen Schule hat. Im Unterricht wird unter anderem der Umgang mit dem Gesetzbuch vermittelt. Es werden Fälle nach dem Gesetzbuch entschieden und versucht, den Gutachterstil zu benutzen. Auch Personalangelegenheiten werden behandelt, z. B. wie wird das Gehalt errechnet?, wie sieht es aus mit meinen Rechten als Auszubildender und Angestellter?, wie sehen die Kündigungsfristen aus?, welche Pflichten habe ich (z. B. Schweigepflicht)? und vieles mehr. Der Staat wird in seinen Grundzügen erläutert, wie z. B. Wahlen verlaufen usw. Auch als Auszubildende/r kann man schon in den Genuss kommen, Wahlhelfer/in für einen Sonntag zu werden.

Die andere Zeit der Ausbildung wird in der Verwaltung und am Studieninstitut für kommunale Verwaltung Hellweg-Sauerland in Soest absolviert. Als Auszubildende/r durchläuft man viele verschiedene Abteilungen, wie z. B. die Kämmerei, die Kasse, das Personalamt, die Poststelle, das Ordnungsamt. Wie häufig man die Abteilungen wechselt, hängt von der Größe der Verwaltung ab. Denn oft sind in kleineren Verwaltungen Ämter zusammengefasst, so dass es nicht immer möglich ist zu wechseln. Die Tätigkeiten in der Verwaltung sind sehr unterschiedlich und abhängig von der Abteilung.

Es ist ein Vorteil, möglichst viele Abteilungen zu durchlaufen, so lernt man die Menschen in diesen Bereichen besser kennen und was auch sehr wichtig ist, man weiß genau, welche Aufgaben die einzelnen Abteilungen haben und findet sich so besser zurecht. Teilweise kennt man sich besser aus als die Angestellten, die von außen gekommen sind.

Der Unterricht am Studieninstitut erfolgt nur für die Auszubildenden der Kreise, Gemeinden, Städte und der kirchlichen Verwaltung. Dieser Unterricht findet nur an zwei Tagen, im dritten Ausbildungsjahr sogar nur noch an einem Tag in der Woche statt. Hier unterrichten auch Mitarbeiter aus den Verwaltungen. Unterrichtet werden ungefähr die gleichen Fächer wie am Hubertus-Schwartz-Berufskolleg nur mit anderen Inhalten. Teilweise baut es sogar auf den Unterricht auf.

Die Zwischenprüfung nach 1 1/2 Jahren sowie die Abschlussprüfung werden im Studieninstitut abgehalten. Mit der Prüfung endet die Ausbildung in der Schule und in der Verwaltung.

 

Ausbildende Betriebe

 

Unsere dualen Ausbildungspartner aus dem Kreis Soest:

 HSBK-Unternehmensadressen-IMPORT (C) H. Merschmann

AusbildungsbetriebStraßeOrtWeb-/Email-Adresse
Gemeinde AnröchteHauptstr. 7459609 Anröchtewww.anroechte.de
Gemeinde Bad SassendorfEichendorffstr. 159505 Bad Sassendorfwww.bad-sassendorf.de
Gemeinde EnseAm Spring 459463 Ensewww.gemeinde-ense.de
Gemeinde HolzwickedeAllee 559439 Holzwickedewww.holzwickede.de
Gemeinde WaderslohLiesborner Str. 559329 Waderslohwww.wadersloh.de
Geimeinde Wickede (Ruhr)Hauptstraße 8158739 Wickede (Ruhr)www.wickede.de
Gemeindeverband Kath. Kirchengemeinden HellwegSeverinstr. 1259494 Soestwww.gemeindeverband-hellweg.de
Kreis SoestHoher Weg 1-359494 Soestwww.kreis-soest.de
Kreis UnnaFriedrich-Ebert-Str. 1759425 Unnawww.kreis-unna.de
Kreisstadt UnnaRathausplatz 159423 Unnawww.unna.de
Stadt BergkamenRathausplatz 159192 Bergkamenwww.bergkamen.de
Stadt FröndenbergBahnhofstr. 258730 Fröndenbergwww.froendenberg.de
Stadt GesekeAn der Abtei 159585 Gesekewww.geseke.de
Stadt HammTh.-Heuss-Platz 1659065 Hammwww.hamm.de
Stadt SoestWindmühlenweg 2759494 Soestwww.soest.de
Stadt WarsteinDieplohstr. 159581 Warsteinwww.warstein.de
Wallfahrtsstadt WerlHedwig-Dransfeld-Straße 2359457 Werlwww.werl.de

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