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Gesprächsreihe
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Keine Angst vor der Globalisierung!

Chefredakteur Dr. Kessler referierte vor etwa 200 Schülerinnen und Schülern des Hubertus-Schwartz-Berufskollegs

Dr. Wolfgang Kessler, Volkswirt und Chefredakteur der Zeitung Publik-Forum, sprach in der Aula des Hubertus-Schwartz-Berufskollegs vor Schülerinnen und Schülern der Schule und des Berufskollegs Cappel anschaulich über Risiken und Chancen der Globalisierung. 

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Ulrich Nettelhoff, Dr. Wolfgang Kessler, Klaus Tiemann (von links nach rechts)

 „Wir sind heute Morgen alle von einem Wecker geweckt worden, der nicht aus Deutschland kommt!“, begann er seinen Vortrag. Die globale Produktion und die weltweite Verfügung über Geld würden den Globalisierungsbegriff kennzeichnen. Zu den Risiken zähle unter anderen die harte weltweite Konkurrenz sowohl zwischen Unternehmen als auch zwischen Arbeitnehmern und der „Zusammenprall“ der Kulturen. Doch für eine Exportnation wie Deutschland ergäben sich laut Kessler durch die zunehmende wirtschaftliche Verflechtung auch Vorteile: für junge Menschen erschließen sich bei guter Qualifikation vielseitige Auswahlmöglichkeiten bei der Arbeitsplatzsuche.

Der Referent analysierte aber nicht nur die Lage, sondern hatte auch klare politische Forderungen, wie die Absicherung der Menschen nach unten mittels Mindestlohn und Mindestrente oder einer Steuer auf Bonuszahlungen, die allerdings nur übernational durchzusetzen sei. Aber nicht nur die Politik sondern auch jeder Einzelne sei gefordert: Möglichkeiten habe jeder Bürger, zum Beispiel durch den Kauf von fair gehandelten Produkten oder durch die Vermögensanlage in ethischen Aktienfonds.

Zum Schluss stellte Dr. Kessler die Frage: „Was muss ich tun, um in dieser globalisierten Welt zu bestehen?“ Man brauche drei Dinge: erstens eine gute Ausbildung beziehungsweise Leidenschaft für sein Handwerk, zweitens Mut und Offenheit gegenüber der Welt und drittens eine Ethik, die Richtschnur für das eigene Handeln ist.

Im Anschluss stellte sich der Referent noch vielen Fragen der Schülerinnen und Schüler zu Wirtschaft, Politik und eigenen Zukunftschancen.