Uhr | Kalender
Praxisberichte Fremdsprachenassistenten (2 j.)

Zwischen Tapasbars und Superyachten

Während eines 4-wöchigen Praktikums in Palma de Mallorca im Real Club Náutico de Palma hatte ich nicht nur einen Einblick in den Büroalltag des Segelclubs, sondern auch in die mallorquinische Lebensmentalität.

wolf1Mallorca. Palma – für viele Touristen bedeutet das Sonne, Strand und Meer. Dass Mallorcas Hauptstadt jedoch viel mehr ist, wurde mir nach meiner Ankunft schnell klar. Als einer der Hauptyachthäfen des Mittelmeers ist die Stadt der Ort, an dem viele der Superyachten, die im Winter in der Karibik liegen, übersommern.

Ich habe diesen Oktober mein Praktikum im Rahmen meiner Ausbildung im Real Club Náutico de Palma gemacht. Das ist ein sehr großer Segelclub mit etwa 1000 Liegeplätzen, gelegen in der Palma-Bucht. Hier finden jähr-lich einige der wichtigsten Regatten Europas, wie zum Beispiel die Copa del Rey statt. Da der Club Mitglieder aus ganz unterschiedlichen Ländern hat, war ich hier überaus willkommen und nach der Arbeit sind wir oft in eines der kleinen Restaurants in der Altstadt gegangen, um den Abend auf die spanische Art und Weise ausklingen zu lassen. Mein Spanisch hat sich so natürlich fast von alleine verbessert.

Vowolf2n der Segelkultur ist die Stadt nicht nur geprägt, sondern buchstäblich eingenommen worden. Beinahe jeder hier segelt, arbeitet auf einem Boot oder in einem der zahlreichen Yachtclubs und Marinas.

Einen schönen Sandstrand gibt es hier nicht, den findet man außerhalb. Ich habe ihn beim Anblick der wunderschönen Boote aber auch gar nicht vermisst. Außerdem prägt der Segelsport die Atmosphäre der Stadt. Die Menschen sind weltoffen und multikulturell und Palma de Mallorca ist wohlhabend. Das wirkt sich natürlich auch auf das Stadtbild aus: Palma ist sehr gepflegt, hat viele historische Gebäude, die gut erhalten sind und hat auch sonst eine Menge zu bieten. Umgeben von einer eindrucksvollen Natur können Touristen dem Stadtleben innerhalb weniger Minuten für einen Augenblick entfliehen.

Mein Praktikum verging wie im Flug. Ich habe mich so schnell in Palma eingelebt, dass ich gar nicht wusste, wie mir geschah, als ich plötzlich wieder im Flieger saß. Eines jedoch weiß ich genau, nämlich, dass das nicht das letzte Mal in Palma war.


Nina Wolf (FA 15 – 2014)

 

 

Durch die Nutzung der Webseite des Hubertus-Schwartz-Berufskollegs stimmen Sie der Verwendung von Cookies zur Verbesserung unseres Informationsangebotes zu.
zur Datenschutzerklärung Ok