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Projekte

Das macht Flucht mit jungen Menschen

Die Theatergruppe „Migranten mischen mit“ (MMM) aus Lippstadt gestaltete mit ihrem Projekt die Eröffnung der Wanderausstellung „YOUniworTH“ in der Aula des Hubertus-Schwartz-Berufskollegs. Wie die Ausstellung selber werden auch die jungen Einwanderer vom Jugendmigrationsdienst der Awo betreut.
© Dahm
Soest - Die Integration junger Menschen, gerade auch von Flüchtlingen, ist im Hubertus-Schwartz-Berufskolleg ganz weit oben angesiedelt. Nicht nur, weil die Schule das mit ihrem internationalen Ansatz quasi im Alltagsgeschäft zu ihren Kernkompetenzen zählt, sondern auch geografisch – jedenfalls bis zum kommenden Freitag: In der Aula im Obergeschoss ist nämlich in dieser Woche eine Wanderausstellung aufgebaut worden, die sich gleich um eine ganze Palette von Aspekten dreht, bei denen es um das Thema Migration geht.
Zur Eröffnung der Ausstellung wurde es dort oben ziemlich eng: Die Stuhlreihen waren bis auf den letzten Platz besetzt – und das nicht nur, weil neben dem stellvertretenden Schulleiter und Gastgeber Hans Nolte und der stellvertretenden Landrätin Irmgard Soldat eine ganze Reihe von Mitarbeitern der Arbeiterwohlfahrt die Ausstellung mit eröffneten, deren Jugendmigrationsdienst sie nach Soest geholt hatte. Passend zum thematischen Mittelpunkt der Ausstellung, die unter dem Titel „YOUniworTH“ steht, waren es nämlich vor allem junge Leute, die die Eröffnung aktiv gestalteten – oder ihr als Besucher beiwohnten.
Aktiv wurden dabei besonders die Mitglieder der Gruppe „Migranten mischen mit“ aus Lippstadt, die ihr Theaterprojekt „Flüchtlingen ein Gesicht geben“ zeigten und dafür begeisterten Applaus ernteten.

YOUniworTH


Dieses Gesicht will in gewisser Weise auch die Wanderausstellung der Thematik Flucht vor Krieg und Zerstörung geben, auch wenn es dabei an mehreren Stationen nicht so sehr um Einzelschicksale geht, sondern darum, zunächst einmal abstrakten Begriffen reale Konturen zu geben und dadurch vertiefende Reflektionen und Begegnungen auszulösen.
Das bewirkt die erste Station der Wanderausstellung, die bis Freitag während der Unterrichtszeiten täglich von bis zu drei geführten Schülergruppen in der Aula besucht werden wird, unter anderem dadurch, dass dort ein „digitaler Koffer“ gepackt werden kann – hier ein Spiel, für Flüchtlinge bitterer Ernst: Was nicht in den Koffer passte an Besitztümern, blieb mit allen Menschen und Erinnerungen zurück.
Weitere Stationen von „YOUniworTH“ drehen sich unter anderem um Begriffe und Ausdrücke, die teilweise eine ähnlich weite Reise aus ganz anderen Kulturkreisen bis in unseren Alltag hinter sich haben wie viele Flüchtlinge, und um Interviews mit jungen Migranten zu ihren bisher in Deutschland gemachten Erfahrungen, ihren Träumen, Hoffnungen und Ängsten – und ihren Vorstellungen von einem guten, ganz normalen Leben in ihrer neuen Heimat.

 


Text und Bild: Soester Anzeiger

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